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Rankhilfen

Neben der Bodenbepflanzung und dem Setzen von Sträuchern und Bäumen sind Rankhilfen aller Art ein flexibles und wichtiges Gestaltungswerkzeug für den Garten. Eine Vielzahl von Kletterpflanzen kann auf unterschiedlichste Arten eingesetzt werden. Das reicht von der Gartenumzäunung über Eingänge und Sichtschutzwände bis hin zu Fassaden- und Wandbegrünungen, geschützten Freiplätzen und freistehenden dekorativen Schmuckelementen. Pflanzen können direkt an einem Rankgitter emporwachsen oder an einem Rankgerüst mit Draht oder Schnur befestigt werden. Die Auswahl der Artikel hält für jeden Zweck die passenden Produkte bereit – ob aus Metall, Holz oder Kunststoff.

Eine natürliche Grundstücksbegrenzung

Bei der Anlage eines Gartens soll die Nutzbarkeit optimal mit Schönheit kombiniert werden. Die Montage von Rankhilfen gibt vielen Kletterpflanzen genau die Form, die gewünscht wird. Rankgitter als Zaun bilden eine natürliche grüne Sichtbarriere und können, entsprechende Pflanzen vorausgesetzt, durch ihre Blüte einen farbigen Abschluss des Grundstücks bilden. Für eine Tür oder Toreinfahrt kann ein Rankgerüst in Form eines Torbogens den Durchgang optisch aufwerten. Für diesen Zweck eignet sich auch ein Rosenbogen, von dem es Konstruktionen mit eingearbeiteten Türen oder Toren gibt. Im Vorgarten kann der Carport mit einem Spalier abgegrenzt werden und ein Rankgitter ist gut geeignet, eine Garagenwand zu begrünen.

Gestaltungsvielfalt im Garten

In einem Garten gibt es häufig Ecken oder Flächen, die abgegrenzt oder verdeckt werden sollen. So kann ein Weg oder Pfad mit einer Pergola überdacht werden und mit einem seitlichen Rankgerüst entsteht ein grüner Laubengang. Blumentröge insbesondere im Bereich von Terrasse oder befestigten Flächen können durch angefügte Rankgitter eine attraktive optische Begrenzung darstellen. Artikel aus Metall wie halbrunde Rankhilfen oder Spaliere an Beeteinfassungen können einzelne Regionen oder Pflanzungen vor beispielsweise Kleintieren schützen. Ein kahler Baumstamm kann mit eine halbrunden Rankhilfe umgeben sein oder ein Rosenbogen mit integrierter Sitzbank wir zum attraktiven Rastplatz inmitten der Pflanzen.

Aus Sträuchern werden Kletterpflanzen

Viele Pflanzen, die ungesteuert in Strauch- oder Buschform wachsen, sind mit einer Rankhilfe in ihrer Form veränderbar. Mit dem entsprechenden Artikel kann durch das pflanzengerechte Führen des Wachstums eine eher in die Breite wachsende Pflanze in die Höhe geführt werden. Rankgitter oder -hilfen führen zur vielseitigeren Nutzungsmöglichkeit. Eine Rankhilfe aus Metall verhindert die Wildwucherung und kann bei starkem Bewuchs fast unsichtbar werden. Bei räumlichen Rankhilfen entsteht der optische Eindruck, als ob die Pflanzen frei in diese Form gewachsen sind. Rankhilfen ergänzen die gesamte Gartenarchitektur um unzählige Gestaltungselemente.

Rankhilfe Metall

Bereist in früheren Jahrhunderten verwendeten Gartengestalter Rankhilfen aus Eisen, um die Attraktivität der Anlagen zu erhöhen. Eisen war das erste Metall, dass in massiver geschmiedeter Form verwendet wurde. Die Schmiedekunst diente der zusätzlichen Dekoration von Pflanzarrangements, insbesondere für Rosen. Viele Rankgitter oder Rosenbogen haben Hunderte von Jahren überdauert und durch Rost entwickelten sie eine einzigartige Patina, die einen antiken Touch bis in die Gegenwart transportierte.

Die Entwicklung von Korrosionsschutz

Bis heute werden Rankgitter und Rankhilfen aus unbehandeltem Eisen hergestellt. Viele Liebhaber dieses Stils wählen Konstruktionen aus Massiveisen, das trotz Rost eine lange Lebensdauer hat. Der Fortschritt in der Metallbearbeitung führte zu dem Verfahren, bei dem das Eisen verzinkt wird. Bei der Feuerverzinkung wird ein beständiger Korrosionsschutz erzeugt, der durch weitere spezialisierte Bearbeitungsverfahren noch verstärkt wird. Die Bauteile werden in ganzer Höhe und Breite in ein Zinkbad getaucht. Die Entwicklung von rohrförmig produzierten Metallstangen führte zu Eisen- und Stahlrohr, dass mit dem gleichen Verfahren gegen Rost geschützt wird.

Metallrohr und Edelstahl kommt als Material dazu

Neben Eisen setzte sich im letzten Jahrhundert auch die Verwendung von Stahl in Rohrform und rostfreiem Edelstahl durch. Wer eine Rankhilfe aus Metall erwerben will, hat heute die Auswahl zwischen massivem Eisen, Eisen- und Stahlrohr oder Edelstahl. Einige wenige Produkte aus Aluminium werden zusätzlich angeboten. Eisen, sowohl verzinkt oder unverzinkt, ist das beliebteste Metall und ein Rosenbogen in Standardmassen wird ab rund zweihundert Euro angeboten. Je nach Fertigungsaufwand können Preise von mehreren hundert Euro erreicht werden. Rankgitter aus Stahlrohr sind fast immer verzinkt und mit weniger Zierelementen versehen. Ein Rosenbogen in nüchterner Stangenoptik wird ab rund 150 Euro angeboten, wobei aber die Qualität des Stahls und die Bearbeitung eine große Rolle spielt. Der teuerste Werkstoff ist Edelstahl, der ebenfalls weniger verziert hergestellt wird und seine optische Wirkung durch die metallisch-glänzende Oberfläche entfaltet. Ein Edelstahl-Rosenbogen ist ab rund dreihundert Euro erhältlich.

Rankhilfe aus Holz

Rankhilfen aus Holz reichen von einem Spalier aus Latten bis zu der räumlichen Konstruktion eines Rosenbogens oder einer Pergola. Je nach Holzart und Vorbehandlung gehört das Material zu den preiswertesten Werkstoffen, um ein Rankgitter oder eine Rankhilfe herzustellen. Anders als bei Metall können Teile oder Triebe der Kletterpflanzen, sofern sie direkt anwachsen, nicht erfrieren, was bei empfindlichen Gewächsen eine wichtige Rolle spielt. Der Nachteil von Holzkonstruktionen ist die begrenzte Haltbarkeit und der hohe Pflegeaufwand. Selbst wenn das Holz imprägniert ist und regelmäßig nachbehandelt wird, sind Schädigungen wie Schimmel oder Fäulnis nie auszuschließen.

Leichte Holzkonstruktionen müssen gut belüftet sein

Je stärker die Rankhilfe überwuchert ist, desto wichtiger ist die Belüftung, um das Austrocknen des Holzes zu ermöglichen. Im fortgeschrittenen Alter ist diese Austrocknung fast nicht mehr möglich. Bei einem Spalier an einer Wand ist der ausreichende Abstand entscheidend für die Lebensdauer des Rankgitters. Ein Rosenbogen sollte im Garten an einer Stelle errichtet werden, auf die zumindest zeitweise die Sonne direkt scheint. Durch die großen Maße einer Pergola, die meist aus dicken Kernholzbalken gefertigt wird, ist die Haltbarkeit ein nicht so ausschlaggebendes Kriterium. Der günstige Preis für die Anschaffung einer Rankhilfe aus Holz sollte nie auf Kosten der Belüftungsfähigkeit oder Holzbehandlung gehen.

Imprägnierte Harthölzer erhöhen die Lebensdauer

Sehr geeignet als Holzsorten für eine Rankhilfe sind heimische Nadelgewächse wie Fichte, Tanne oder Kiefer. Mit einer Kesseldruckimprägnierung und einer zusätzlichen Lasur tragen sie Kletterpflanzen mehrere Jahre. Für einen Preis von unter hundert Euro sind bereits kleine Maße erhältlich, doch vermeintliche Details wie passende Wandabstandhalter für ein Spalier oder die Holzqualität eines Rosenbogens müssen beachtet werden.

Rankhilfe für Wein

Fast alle Weinsorten, die als Kletterpflanzen verwendet werden können, entwickeln so genannte Haftorgane, mit denen sie sich am Untergrund „festhalten“. Der sehr beliebte und häufig verwendete dreilappige wilde Wein kommt ohne Rankhilfe aus. Nachteil ist der direkte Bewuchs von Fassaden oder Wänden, die Schäden an Verputz, Farbe, Mauerwerk, Dach oder Rollladenkästen anrichten können. Wenn vor der Wand in ausreichendem Abstand ein Rankgitter als Spalier befestigt wird, ist die Fassadenbegrünung mit Wein risikolos. Mit einem Rankgitter können auch andere Weinsorten wie die klassischen Weinreben eingesetzt werden.

Kletterer mit Haftorganen finden ihren Weg

Rankhilfen für Wein haben zwei Aufgaben. Zum Einen dienen sei unmittelbar als Bewuchsoberfläche für die Kletterpflanzen, zum Anderen sorgen sie für die Führung des Weins, der direkt an der Fassade oder Wand haftet. Seilsysteme sind für die Führung sehr verbreitet, müssen aber zu der gewählten Weinsorte passen. Im Internet ist unter fassadengruen.de eine übersichtliche Auflistung der Seilsysteme für die unterschiedlichen Weinsorten zu finden. Wilder Wein braucht eine andere Rankhilfe als Weinreben.

Ein Spalier schützt die Wand und die Früchte

Eine Rankhilfe aus Metall kann Weinreben mit einem starken Fruchtstand tragen und als Untergrund für die Haftorgane fungieren. Mit einem ausreichenden Abstand zum Mauerwerk von mindestens zehn Zentimetern wird das Anhaften an der Wand vermieden. Während die dickeren stützenden Haupttriebe auf der Vorderseite des Spaliers geführt werden, können die Jahrestriebe mit den Trauben hinter das Spalier geführt werden. So sind die Trauben gegen äußere Einflüsse wie der Witterung oder Vogelfraß geschützt. Bei einem Rankgitter aus Metall kann eine Kunststoffummantelung gegen Frost schützen – Holz ist als Rankhilfe auch geeignet.

Rankhilfe Rosen

Kletterrosen können mit der Hilfe von unterschiedlichstem Pflanzzubehör auf vielfältige Art die Gartenbepflanzung ergänzen. Mit der entsprechend ausgewählten Sorte können die Rosen mit Hilfe von Rankgittern oder Rankhilfen Wände begrünen, aus einer Pergola einen Laubengang machen oder einen Torbogen als Eingangsportal überwuchern. Freistehende Rankhilfen wie ein Obelisk oder ein Rosenbogen setzen optische Akzente mitten im Garten. Wenn Kletterrosen aus der Familie der Rambler gewählt werden, sind Rankgitter und Rankhilfen die direkte Wachstumshilfe für die Triebe. Bei modernen Zuchtrosen, die ursprünglich zumeist aus Strauchgewächsen abstammen, dienen die Rankhilfen als Befestigungskonstruktion, an der mit Pflanzzubehör wie Drähten oder Schnüren die Rosen fixiert werden.

Schmuckelement, Sichtschutz oder Fassadenbegrünung

Für jeden unterschiedlichen Einsatzort im Garten gibt es die passenden Rankhilfen. Wenn eine Wandbegrünung gefordert ist, eignen sich Rankgitter aus Eisen, die dem Rambler den notwendigen Halt geben. Wenn eine freistehende Schmuckkonstruktion wie ein Rosenbogen oder ein Obelisk eingesetzt wird, können moderne Rosensorten oder Rambler gewählt werden. Während die Rambler sich als selbst rankende Rosen um die Gestänge beispielsweise aus Eisen winden, werden strauchförmig wachsende Rosen mit Draht oder Schnur an der Rankhilfe befestigt und geführt.

Rosensorte und Rankhilfe sollten zusammen passen

Mittlerweile hat die moderne Rosenzucht Hunderte von unterschiedlichen Kletterrosensorten hervorgebracht. Neben der Blühhäufigkeit und Blütenfarbe sind auch die Rankeigenschaften sehr unterschiedlich. Je nach persönlichem Plan und Geschmack sollte nach der Festlegung des Standorts und der Aufgabe zuerst eine passende Rosensorte ausgewählt werden. Daraus ergibt sich die Form und das Material für die optimale Rankhilfe wie zum Beispiel einem Torbogen, der das Wachstum mit oder ohne Pflanzzubehör so unterstützt, so dass der gewünschte Effekt eintritt.

Rankhilfe für die Clematis

Die Clematis ist eine dankbare und daher auch sehr beliebte Kletterpflanze. Ihr Wachstum ist, einen passenden Standort vorausgesetzt, üppig und daher kann fast jede Rankhilfe genutzt werden. Wenn sie an einem Spalier, beispielsweise als seitliche Begrenzung einer Terrasse, wachsen soll, fördert ein sonniger bis halbschattiger Platz den Wuchs. Zu starke Sonneneinstrahlung sollte allerdings insbesondere am unteren Teil der Clematis vermieden werden, so dass eine westliche oder östliche Ausrichtung der Rankhilfe optimal ist. Je nach Sorte der Clematis sollte für die Pflanzen die passende Rankhilfe ausgewählt werden.

Holz ist besser als Metall

Da die Clematis sich direkt an der Rankhilfe „festhält“, sind Kletterhilfen aus Holz oder Kunststoff Modellen aus Metall vorzuziehen. Bei sehr kalten Temperaturen können sonst die Triebe erfrieren. Wichtig ist die Steuerung das Wachstums insbesondere auf dem Balkon oder der Terrasse, da starkwüchsige Clematis-Sorten schnell eine buschige Form entwickeln. Mit dünnen Drähten können die Pflanzen geführt werden. Wenn die Rankhilfe eine obere Querbegrenzung hat, wie beim Rosenbogen oder einer Pergola, erlangt die Clematis eine Eigenstabilität und keine weiteren Steuerungsmaßnahmen sind notwendig.

Kletterrosen und Clematis gemeinsam pflanzen

In Deutschland noch nicht so verbreitet wie in Großbritannien ist das Kombinieren von Clematis und Kletterrosen. Eine gemeinsame Rankhilfe in Gitterform kann sowohl Rosen als auch den Clematistrieben die notwendige Stütze geben. Fachleute empfehlen, die Kletterrosen zuerst zu pflanzen und nach einigen Jahren Clematis dazu zu setzen. Wichtig ist die Übereinstimmung des Wachstums und des Blüteverhaltens, um ein gutes Zusammenspiel der Pflanzen zu gewährleisten. Ausführliche Informationen zu Sorten und Pflanzanleitungen stellt zum Beispiel die Bayrische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau zur Verfügung.

Rankgitter für Rosen

Heutzutage verwendete Kletterrosen sind grob in drei Gruppen einteilbar. Es gibt die einmal blühenden Rambler, die mehrmals blühenden Rambler und die gezüchteten modernen Rosensorten. Die Rambler bilden lange weiche Triebe aus, die mit Rankhilfen wie einem Rankgitter, Rosenbögen oder einem Wandgitter die perfekte Wuchshilfe bekommen. Die Triebe flechten sich, ähnlich der Clematis, durch die Gitterquadrate mit Seitenlängen von zehn bis vierzig Zentimetern. Die Wachstumsrichtung kann durch entsprechendes Einflechten und Korrigieren per Hand problemlos beeinflusst werden. Die Rankgitter im Garten sollten nach Rücksprache mit einem Fachmann erworben werden, da auch die Höhe und Breite der Rosensorte angepasst werden sollte.

Moderne Rosen brauchen Rankhilfen ohne Gitterform

Die gezüchteten modernen Rosenarten stammen zum Großteil von Strauchrosen ab und ihr Wachstum ist weniger rankend. Rankhilfen für diese Rosensorten sollten nicht zu enge Abstände zwischen Gestänge, Latten oder Leisten haben. Für alle Kletterrosen, die nicht der Familie der Rambler angehören, eignen sich weitläufige angeordnete Befestigungspunkte. Das Wachstum wird durch das Fixieren der Rosentriebe gesteuert. Die Vielfältigkeit der Zuchtergebnisse und Mutationen hat sehr individuelle Wachstumsmerkmale bei den unterschiedlichen Rosensorten hervorgebracht. Jeder Rosenfreund, der sich für Rankhilfen, die Kletterrosen tragen sollen, entscheidet, braucht spezifische Informationen zu seiner Rosenauswahl.

Breite und Höhe müssen zur Rosensorte passen

Wenn eine feste Wandgröße mit Kletterrosen begrünt werden soll, ist die Wachstumsgeschwindigkeit und die erreichbare Höhe wichtig. Kletterrosen wachsen zwischen zwei und zwanzig Metern in die Höhe und können sich auf bis zu zehn Meter in die Breite ziehen. Es muss sowohl die passende Kletterrose ausgesucht werden als auch das vorteilhafteste Rankgitter, um den erwarteten Wuchs zu ermöglichen.

Rankgitter Metall

Rankhilfen aus Metall reichen von einem einfachen flachen Drahtgitter über räumlich gebogene Konstruktionen, die halbrund geformt sind bis zu einen kompletten Ring bildenden Staudenhalter. Zweites Hauptkriterium für das Rankgitter aus Metall ist das verwendete Material. Es kann aus behandelten oder unbehandeltem Eisen oder Stahl bestehen und auch Edelstahl ist eine verbreitete Wahl. Neben optischen Gesichtspunkten spielt auch Haltbarkeit und der Standort der Rankhilfe eine entscheidende Rolle.

Wandbefestigte ebene Rankgitter für eine Flächenbegrünung

Um Kletterpflanzen die Möglichkeit zu geben, einen gewünschten Bewuchs in Höhe und Breite zu erreichen, ist die Montage eines Rankgitters vor die entsprechende Wand empfehlenswert. Durch die geometrische Form wird oft Stahlrohr oder Edelstahl gewählt, während Eisen eher bei räumlichen Rankgittern zum Einsatz kommt. In der Regel wird aufgrund der Nähe zu Fassadenputz oder Farbflächen gegen Korrosion geschütztes Metall verwendet. Je nach Pflanzenart, die später Ranken soll, kann die Rankhilfe nur aus senkrechten Stäben bestehen oder ein tatsächliches Rankgitter sein. Feuerverzinkte Rankgitter aus Stahl- oder Eisenrohr – seltener massiv – beginnen bei Quadratmeterpreisen von knapp hundert Euro. Üblich sind Fertigteile in Standardmaßen mit einer Höhe von 1,70 bis zwei Meter und einer Breite zwischen fünfzig Zentimetern und einem Meter. Nicht rostender Edelstahl kostet ungefähr das anderthalbfache.

Wandbefestigte und frei stehende halbrunde Rankgitter

Für den Einsatz als Rankhilfe rund um Regenrohre, Baumstämme oder als optische Ergänzung einer ebenen Wand sind halbrunde Rankgitter verbreitet. Hier wird häufiger auch massives Eisen verwendet, da die Standstabilität gegenüber Rohrgestängen ausgeprägter ist. Die Mehrzahl der in Baumärkten, Baustoffhandlungen oder Gartenbaubetrieben angebotenen Produkte sind gegen Rost geschützt, da die halbrunden Konstruktionen oft einen Kontakt zu einer Wand haben, die nicht verschmutzen soll. Auch hier ist Feuerverzinkung üblich, die zusätzlich durch eine Pulverbeschichtung in Schwarz oder Grün gefärbt wird.

Frei stehende Rankgitter wie Rosenbogen oder Staudenhalter

Bei frei stehenden Rankgittern ist oft ein antiker Effekt gewünscht, der durch gewollten Rost und dem späteren Entstehen einer Patina hervorgerufen wird. Für diesen Zweck ist massives Eisen gut geeignet, da es trotz Korrosion lange stabil bleibt. Auch ein rund um ein Buschgewächs gesetzter Staudenhalter soll oft diese Optik erzeugen. Alle Rankgitter werden auch verzinkt angeboten.

Rankgitter Kunststoff

Die preiswertesten Rankgitter, die erhältlich sind, bestehen aus Kunststoff. Das Material ist wetterfest und wird oft als Set angeboten. Für Rankgitter, die eine Wandfläche oder die Seite einer Terrasse bedecken sollen, gibt es praktische Scherenmodelle. Sie können vor der Montage wie eine Ziehharmonika auseinandergezogen werden. Auch als Aufsteckmodelle für die Kombination mit einem Pflanzkasten eignet sich das Material. Durch das geringe Eigengewicht ist die Montage leicht, allerdings muss das zukünftige Gewicht der Kletterpflanze und der Windeinfluss beachtet werden.

Stabilität wird durch Modelle mit Rahmen erzeugt

Wenn das Rankgitter frei stehen soll, wie es beim Rosenbogen oder einem Pflanzkasten der Fall ist, muss eine Rahmenkonstruktion gewählt werden. Das Material ist der günstigste Werkstoff, aus dem Rankgitter hergestellt werden. Oberflächen in Holz- oder Metallimitat oder grüngefärbte Varianten „verschwinden“ durch die Überwucherung. Da der Kunststoff in beliebige Formen gegossen werden kann, sind auch Rankgitter in Wabenform oder mit runden Ranklöchern erhältlich. Großer Vorteil des Spaliers, Rosenbogens oder Rankgitters ist die Pflegefreundlichkeit, da außer eventuellem gelegentlichen Reinigen keine weiteren Unterhaltungsarbeiten anfallen.

Beim Kauf auf die beabsichtigte Bepflanzung achten

Schlanke Rankgitter aus Kunststoff sind schon für einen Quadratmeterpreis von unter zehn Euro zu kaufen. Sehr wichtig ist die Beurteilung der Kraft des Wachstumsverhaltens und der zu erwartenden Größe der Kletterpflanze. Wenn ein hohes Eigengewicht zu erwarten ist, sind die meisten Rankgitter aus Kunststoff ohne Rahmen nicht stark genug. Gerahmte Rankgitter aus Kunststoff sind ab rund 25 Euro als Fertigbauteil in Baumärkten wie Obi, Praktiker, Hornbach, Toom, Bauhaus oder im Internet erhältlich. Sie eignen sich sowohl für die Wandmontage als auch für den frei stehenden Aufbau zum Beispiel an einem Pflanzkasten.

Rankgitter aus Holz

Anders als eine Rankhilfe ist ein Rankgitter speziell für Kletterpflanzen geeignet, die keine eigenen Rankorgane entwickeln. Ein Rankgitter aus Holz kann im Garten als dekoratives Element die Seiten einer Pergola begrenzen oder den Gewächsen in aufgestellten Pflanzgefäßen als Rankhilfe dienen. Meist werden Rankgitter für die Verkleidung von ebenen Flächen wie Wänden eingesetzt und können eine Fassade begrünen. Bei rahmenlosen Konstruktionen kann durch die entsprechende Holzlattenlänge jedes gewünschte Flächenmaß bedeckt werden. Die Abstände der einzelnen Latten betragen zwischen zehn und vierzig Zentimeter.

Gute Imprägnierung ist Grundvoraussetzung

Ein Rankgitter aus Holz ist der Witterung ausgesetzt und muss neben Niederschlägen auch Wind und das Rankpflanzengewicht widerstehen können. Bei starker Überwucherung nach einigen Jahren wird das Austrocknen des Holzes sehr erschwert. Daher ist die Wahl einer stabilen und haltbaren Holzsorte genau so wichtig wie die bestmögliche Imprägnierung. Geeignet sind harte Nadelgehölze wie Fichtenholz oder das Kernholz der Kiefer. Mit einer mehrfachen Kesseldruckimprägnierung kann eine Lebenszeit von bis zu zehn Jahren erreicht werden. Danach muss das Rankgitter aus Holz aber meist komplett von der Überwucherung befreit werden und neu behandelt oder ausgetauscht werden. Der Abstand zur Wand ist ein weiteres sehr wichtiges Kriterium für die Haltbarkeit. Ab mindestens zehn Zentimetern Hinterlüftungsmöglichkeit bekommt das Holz genug Luft – wie auch die Kletterpflanzen.

Beim Preis sollte nicht zu sehr gespart werden

Auch wenn Holz als Baustoff für das Rankgitter eines der günstigsten Materialien ist, sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Kleinere fertige Rankgitter von bis zu einem Quadratmeter Fläche – selbst mit Pflanzkasten – werden schon weit unter fünfzig Euro angeboten. Hier ist oft schon eine einfache Kesseldruckimprägnierung erfolgt, die allerdings durch das Aufbringen einer zusätzlich schützenden Lasur ergänzt werden sollte. Es gibt weitere Imprägnierverfahren, bei denen das Holz mit oder ohne Druck in ganzer Höhe und Breite in Holzschutzmitteln getränkt wird. Dadurch erhöht sich auch die Frostunempfindlichkeit und die Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung. Für Rankgitter mit der bestmöglichen Imprägnierung, die abhängig von der Holzart ist, sollten ab rund fünfzig Euro pro Quadratmeter kalkuliert werden.

Form und Dicke des Gitters hängt von Bepflanzung ab

Unterschiedliche Kletterpflanzen brauchen passendes Material, um ihr Wachstum optimal zu entfalten. Während so genannte Ranker wie Wein oder Clematis am Besten an zierlichen Konstruktionen mit dünner, auch nur senkrechter, Belattung gedeihen, sind Spreizklimmer wie die Rose auf echte Gitter mit senkrechten und waagerechten Latten angewiesen.